Shot Clock – Was soll die Schussuhr alles können?

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Es gibt verschiedene Sportarten bei denen ein Angriff zeitlich begrenzt ist. Dazu gehören zum Beispiel Basketball und Box Lacrosse. Eine Shot Clock zeigt an, wie viele Sekunden im Angriff noch übrig sind und sorgt für einen Signalton, wenn die Zeit abgelaufen ist. Da ich selbst Box Lacrosse spiele wollte ich für unser Team eine Shot Clock selbst aufbauen, da Shot Clocks doch relativ teuer sind, wenn man überlegt, dass sie gar nicht so viel können.

Erwartungen an meine Shot Clock

Ich habe bereits einige verschiedene Shot Clocks gesehen. Alle waren relativ schwer und unhandlich und hatten jede menge Kabel dabei, um die benötigten Komponenten, welche im Betrieb weit auseinander stehen, zu verbinden. Das hat mich immer schon gestört, daher habe ich daraus auch ein Ziel abgeleitet. Die Shot Clock soll kabellos funktionieren. Natürlich soll sie auch möglichst günstig sein, sodass es sich lohnt sie selbst zu bauen. Als letztes sollte sie noch leichter sein, als die üblichen Shot Clocks, damit sie gut zu transportieren ist. Zusammenfassend habe ich also 3 Ziele gesteckt:

  • Kabelloses Design
  • Geringe Kosten
  • Geringes Gewicht

Anforderungen

Zuerst habe ich mir überlegt, was man alles braucht, um ein solches Vorhaben umzusetzen. Wir benötigen ein Display, bzw zwei Displays, um die verbleibenden Sekunden groß anzuzeigen. Wenn die Zeit abläuft soll ein Signalton zu hören sein. Dafür benötigen wir eine Komponente, die einen Signalton abgibt, sobald die Uhr abgelaufen ist. Die Shot Clock wird zurückgesetzt, wenn z.B. das verteidigende Team in Ballbesitz kommt, oder die Spielzeit angehalten wird. Wir brauchen also eine Komponente, mit der wir die Uhr anhalten und zurücksetzten können. Damit habe ich das System in drei Komponenten aufgeteilt:

  • Shot Clock Displays
  • Signalhorn
  • Fernbedienung

Designentscheidung Kommunikation

Bevor es los geht gibt es aber noch eine wesentliche Frage zu klären, die alle der genannten Komponenten beeinflusst: Wie kommunizieren die Komponenten miteinander? Durch andere Projekte habe ich etwas Erfahrung in diesem Bereich gesammelt. Dass es kabellos sein soll steht schon fest, die Frage ist also noch, welche Funktechnik verwendet wird.

Techniken für kurze Distanzen, wie Bluetooth schließen wir mal direkt aus, die Komponenten stehen doch recht weit auseinander. WLAN wäre theoretisch möglich, praktisch würde aber keine vernünftige stabile Verbindung zustande kommen. Auf dem Frequenzband fliegt einfach zu viel durch die Luft, sodass eine geplante low-cost Variante nicht wirklich große Chancen hat. Also geht mit der Frequenz etwas herunter in Richtung 433/866 MHz. Auf diesen Bändern gibt es einige Boards, die eine Kommunikation ermöglichen. Hier habe ich mich direkt für die RFM69 Module entschieden. Mit diesen hatte ich bereits Erfahrung und sie schienen für den Zweck sehr gut geeignet. Zuerst hatte ich mich gegen LoRa-Module entschieden, da diese etwas teurer sind, später habe ich aber auch die mal ausprobiert, vielleicht gibt es dazu auch irgendwann noch mal einen Artikel.

Übersicht der Shot Clock Artikel

  1. Shot Clock Display
  2. Shot Clock Fernbedienung
  3. Portables Signalhorn der Shot Clock
  4. Refactoring des Horn Codes
  5. Hardware Update für das Horn

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